Call for Papers

Das Thema:

Die kommenden Ausgaben der GeZeit, genauer die nächsten vier, werden sich in größerem Rahmen mit dem 650 Jahre Jubiläum der Uni Wien beschäftigen.

Die Universität feiert sich 2015 ein weiteres Mal selbst, ohne dabei einen selbstkritischen Blick auf ihre Geschichte oder die bildungspolitischen Zustände rund um universitäre Bildung zu werfen. Das Bild, welches die Uni Wien von sich selbst vor und während des Jubiläumsjahres zeigen will, thematisiert weder die schlechten Studienbedingungen, wie zum Beispiel die STEOP und starke Zugangsbeschränkungen in einzelnen Fächern, noch die Geschichte und Verantwortung der Universität während des Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Stattdessen wird eine kritische Geschichtsaufarbeitung konsequent ausgeblendet oder gar ein Opfermythos geschaffen, der die Beteiligung der Uni Wien an der Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer und systemkritischer Studierender und Lehrender zu dieser Zeit ausschließt.

Das Ziel der kommenden Ausgaben für die Gezeit ist es, jene Problemfelder der Geschichtsaufarbeitung kritisch aufzugreifen und einen expliziten Gegenpol zur Erinnerungspolitik und zu den geplanten „Feierlichkeiten“ der Uni Wien zu schaffen. Vor allem in Hinblick auf das Jubiläumsjahr sollen diesbezüglich in den nächsten vier Semestern vier Ausgaben der Zeitschrift zu dieser breiten Thematik erscheinen. Da wir, im Gegensatz zur Uni Wien, sehr wohl der Meinung sind, dass sich Studierende mit der Vergangenheit und den aktuellen (bildungs-)politischen Ereignissen an der Uni Wien auseinandersetzen können und wollen, ist es uns ein großes Anliegen hierfür eine Plattform zu schaffen.

Eure Artikel:

Thematisch soll es dabei keine Einschränkung geben. Die Uni Wien schafft es auch nach 650 Jahren immer noch genügend Angriffsfläche zu bieten. Sei es nun die nicht vorhandene Frauenförderung, der –mehr als peinliche- Auftritt im Web, bzw. die gesamte Öffentlichkeitsarbeit der Uni Wien oder die Unfähigkeit die Vielzahl an Büsten und Täfelchen zu kontextualisieren. Desweiteren ist die Uni Wien nicht in der Lage eine Verbesserung der Studiensituation herbeizuführen. Entgegen der häufig geäußerten Forderung der ÖH, die Studienpläne freier zu gestalten und die diversen Studienrichtungen auszufinanzieren, werden ganze Studien gestrichen und Lehrveranstaltungen nicht in ausreichendem Ausmaß angeboten. Masterstudienpläne fallen Kürzungen zum Opfer und Student*innen werden im ersten Semester durch die verschärften Prüfungsantritte kurzerhand aus der Uni gedrängt.

All diese Punkte sind nur der Gipfel der Absurditäten, welche die Uni Wien tagtäglich zum Besten gibt. Hier liegt es an uns allen die Missstände aufzuzeigen und Alternativen zu artikulieren um auch in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für diese Problematiken zu schaffen.

Der Umfang:

Eure Artikel sollten einen Umfang von 6.000 bis 12.000 Zeichen haben, weniger ist logischerweise kein Problem. Den Rahmen sollte es aber allerdings nicht sprengen.

Der zeitliche Ablauf:

Deswegen freuen wir uns auf eure Beiträge. Um bis zur „großen Feierlichkeit“ 2015 genügend Artikel und Ausgaben veröffentlichen zu können, sollten eure Texte für die erste Ausgabe bis Mitte Jänner an die FV GEWI gesandt werden (siehe Kontakt). Wenn es euch möglich ist, würden wir uns sehr freuen bis zum 20.12.2013 eure Themenvorschläge (Arbeitstitel und ein/zwei Sätze zur Beschreibung) zu erhalten. Diese können von euch frei gewählt werden.

Ankündigung:

Am 13.01.2014 findet um 16:00h ein Planungsplenum auf der GEWI (AAKH, Campus Hof 2) statt, bei dem die Texte besprochen werden.

Kontakt:

Mail: fv-gewi@univie.ac.at
Adresse: AAKH, Campus Hof 2, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Wir freuen uns auf eure Artikel!

Liebe Grüße,
eure GEWI